Heute geht es um etwas. Um Ehre und Ruhm. Davon wollen sich Daniel, Manuel und Christian zunächst nichts anmerken lassen, plaudern zunächst über Sofia Coppolas Oper „La Traviata“, über das Spiel „Kena“ und über das bluesig-vampirische Kinohighlight „Blood & Sinners“.
Beim wöchentlich Blick auf die zweite Staffel von „The Last of Us“ (31:00 – 54:00 Minuten)geht es hoch her, weil das geifeierte und teils heiß diskutierte einige wichtige Karten bereits auf den Tisch legt.
Dann aber starten wir eine neue semi-regelmäßige Reihe im Podcast: das Quiz. Einer macht den Quizmaster (das ist heute Daniel) und die anderen beiden sind nur die Kandidaten. In fünf filmisch-musikalischen Kategorien geht es um den Rang als Quizkönig des Donnerstag-Podcasts.
Wortspiele können manchmal nach hinten losgehen. Das hält Daniel, Manuel und Christian aber nicht davon ab, frische Eindrücke zu sehenswerten Filmen auszutauschen. Zum Beispiel zu „The Amateur“ im Kino, zum Hitchcock-Klassiker „Cocktail für eine Leiche“ oder zum schrägen Sci-Fi-Episodenfilm „The Beast – La Bête“.
Wo wir gerade mit „The White Lotus“ durch sind, startet direkt die nächste spannende Serienfortsetzung, die wir begleiten. Die zweite Staffel „The Last of Us“ (19:30 bis 41:00 Minuten) hält uns auf Trab, egal ob Vorkenntnisse der Spiele vorliegen oder nicht.
Im Hauptteil gibt es dann die dritte Ausgabe des Regie-Tier-List-Rankings. Dieses Mal werden die Filme von Sofia Coppola unter die Lupe genommen. Sind „Lost in Translation“, „Marie Antoinette“ und „The Bling Ring“ nur das Ergebnis von Vetternwirtschaft oder doch vielleicht großartiges Kino?
Was kann eigentlich die neue Nintendo Switch? Daniel meldet sich abwesend aus dem Off, um genau diese Frage einmal zu durchleuchten. Den restlichen Podcast müssen Manuel und Christian wieder unter sich ausmachen. Dabei wird das neue Album von Black Country, New Road gefeiert und beim Blick auf die Laurence Olivier Awards in England auf die reichhaltige Musicaltradition auf Insel neidvoll geschmachtet.
Dann widmen wir uns (29:00 – 51:00 Minuten) ausführlich und voller Spoiler dem Abschluss der dritten Staffel White Lotus.
Und weil bald Ostern ist, stellt sich nicht nur die Frage, welche Osterschokolade die beste ist, sondern auch, was genau Ostereier – sprich: Easter Eggs – in Filmen eigentlich sind und was sie nicht sind? Nicht alles, was bei Disney oder im MCU irgendwo mal in die Kamera grinst, ist ein solches Überraschungsei. Sind diese Easter Eggs gebunden an Franchises und Studios? Oder an Genres wie das Horrorgenre? Sind Tarantinos Referenzen an sich selbst Easter Eggs oder nur krachendes Selbstbewusstsein? Und die entscheidende Frage: was soll man mit diese Entdeckungen eigentlich anfangen?
Mit bewährter 80er- und 90er-TV-Nostalgie stimmen sich Daniel, Manuel und Christian auf die allmonatliche Kür ein. Bis es soweit ist, gibt es Berichte zu „The Accountant“, der bald eine Fortsetzung erhält, dem etwas anderen Horrorthriller „Red Rooms“ und dem etwas andere Sci-Fi Roman „Alles was wir geben mussten“.
Der allwöchentliche Besuch in Thailand mit White Lotus Staffel 3 (ca. 32:00 – 44:00 Minuten) befindet sich kurz vor dem Abschluss.
Dann aber die Hausaufgaben, drei vorab ausgewählte Filme, die wir heute ungeplant und mit etwas Unbehagen in einem „Nazi-Sandwich“ präsentieren, denn der deutsche Horrorfilm „Mother Superior“ versucht historische Altlasten mit heidnischer Mystik zu verbinden. Am Ende (ab 1:24:00 Minuten) versuchen Jude Law und Tye Sheridan im brandneuen „The Order“ (bei Prime) der Terrororganisation Aryan Nation das Handwerk zu legen. Und dazwischen (ab 1:02:00 Minuten) zieht vermeintlich unschuldig ein englischer Junge einen Falken groß im Sozialdrama-Klassiker „Kes“.
Manuel und Christian nutzen Daniels Abwesenheit, um sich an Namen von Figuren aus legendären 90er Serien zu erinnern. Die Namensfindung bzw. -erinnerung funktioniert beim wöchentlichen Rückblick auf „The White Lotus“ S3 (ca. 8:00 – 24:00 Minuten) nicht so gut, dafür macht das stetig hitziger werdende Treiben in Thailand enorm Spaß.
Dann meldet sich Daniel per Zeitreise, um über die zweite Staffel „Severance“ zu sprechen, während „live“ über die musikalische Brutalität der Swans geschwärmt und Erinnerungen an das US-Remake von „Ghost in the Shell“ aufkommen.
Von GITS (ab ca. 54:00 Minuten) öffnen wir dann die Animewundertüte, philosophieren über KI-Philosophie mit Major Kusanagi, vielmehr aber über die Animewelt an sich. Woher kommen Vorurteile und Ablehnungshaltung mancher Zuschauer, wie kann man diese überwinden? Wie wurden wir animationstechnisch geprägt, welches 80er und 90er Serienintro hat sich besonders festgesetzt, lohnen sich die Rebuild Filme von Evangelion und wie genauer funktionierte der Teufels 3er beim Anime Fußball?
Eigentlich sind Daniel, Manuel und Christian nicht auf Krawall aus. Das geordnete Chaos der gemeinsamen Musikplaylist (wer ist neugierig?) amüsiert, während Seh- und Les-Eindrücke zum deutschen Thriller „Im Schatten“, zum Animationsfilm „Robot Dreams“ und zur Comic-Biographie über Quentin Tarantino begeistern.
Auch der Abstecher nach Thailand, zur wöchentlichen Besprechung von The White Lotus S3 (ab 29:30 Minuten) steckt voller Entzückung.
Doch (ab ca 48:00 Minuten) aus dem Hause Netflix zieht Unheil auf, denn die Gebrüder Russo haben 320 Millionen Dollar bekommen, um einen illustrierten Roman zu einem Sci-Fi-Action Familienabenteuer zu machen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat … und auch nicht sehen wollte. Warum „The Electric State“ bei uns keine Spannung auslöste, warum der Film als Adaption eine Katastrophe ist und wie diese Art des Filmemachens insbesondere bei Netflix – aller positiven Ausnahmen zum Trotz – System zu haben scheint, versuchen wir zu erörtern.
Preisfrage: gab es in der Menschheitsgeschichte einen bösen Daniel? Und noch eine Frage: gibt es einen Disneycartoon-Introsong der 90er, der nicht sofort einen Ohrwurm auslöst? Daniel, Manuel und Christian sind zunächst wieder auf Abwegen, fangen sich dann mit Berichten zur ersten Episode der neuen „Daredevil“ Serie/Staffel. Der Anime „Look Back“ packt ganze Emotionswelten in nicht einmal eine Stunde. Und im Kino beweist „Flow“, warum er den Oscar als bester Animationsfilm verdient hat.
Dann – wird der White Lotus S3 Bericht um eine Woche verschoben – und es geht an die Hausaufgaben, d.h. die ausführliche Besprechung von drei vorab ausgewählten Filmen, die es aktuell irgendwo im Streaming gibt. Zunächst (ab 37:00 Minuten) gibt es durch und für Bill Skarsgard in „Boy Kills World“ ordentlich aufs Maul, wenn der wilde „John Wick“ Klon kuriose Dystopien stürzen will. Dann (ab 1:01:00 Minuten) geht es nach Südamerika, wo der Dreistünder „Die Missetäter“ von einem ungewöhnlichen Bankraub und den weitreichenden Konsequenzen und Zielen berichtet. Und schließlich (ab 1:25:00 Minuten) weiter nach Mexiko zu „Y tu mama tambien“, dem Durchbruchsfilm von Alfonso Cuoron, der hinter einer rauschhaft-sexgeilen Oberfläche große Emotionswelten abbildet.
Halbwahre erfundene Geschichten der Podcastmitglieder führt Daniel, Manuel und Christian heute zunächst in die westfälische Quasi-Provinz und von dort nach Hollywood. Preisverdächtige wie „Die Nickel Boys“ oder „Sing Sing“ versuchen mit anspruchsvollen Erzählformen, historischer Authentizität und komplexen Figuren zu begeistern. Währenddessen versetzt es mit dem schrägen Horrorfilm „Cuckoo“ erneut einen jungen deutschen Regisseur nach Übersee, auch wenn die Handlung in Deutschland bleibt.
Ehe es nach LA zu den Oscars geht, legen wir einen Zwischenstopp (ab ca. 36:00 Minuten) in Thailand bei Episode 3 von White Lotus Staffel 3 ein.
Mit der Power von Blackpink dann nach Tinseltown. Hollywood. Die Oscars wurden verliehen und Meinungen sind, äh, gehabt worden. Wir tauschen unsere Eindrücke zur Show rund um Moderator Conan O’Brien, random James Bond Einspielern und den strahlenden Siegern aus. Die Oscars sind eine „by Design“ problematische Angelegenheit, immerzu im Selbstfindungsmodus. Das führt zur Frage: warum gibt es die Preise und warum gucken wir überhaupt?
Ist irgendwas Nennenswertes passiert in Deutschland im Februar 2025? Vermutlich nicht. Stattdessen tauschen sich Daniel, Manuel und Christian über dies und das aus, u.a. über die wild-blutige Animeserie „Chainsaw-Man“. Oder um die politisch-apokalyptische (und u.U. schon direkt schlecht gealterte) Serie „Zero Day“. Oder auf die Podcastkonkurrenz von artechock, die das Regieduo hinter „Ich seh, Ich seh“ im Intereview hatten.
In der Filmwelt hat sich – im Gegensatz zu politischen Lage in Deutschland, ähem – dann doch was getan. Es kommt eine weitere Avatar-Serie. Avatar: Herr der Elemente. Dabei sind doch schon mehrere Filme angekündigt. Gleichzeitig hat Amazon Studios die komplette kreative Kontrolle über James Bond übernommen. Wie sehr kann und will man das Spiel mitspielen, wenn ein eigentlich geschätzter immer weiter ausgehölt und erweitert wird, wenn plötzlich Leute die Macht übernehmen, denen man die Integrität zum Erhalt des Franchises nicht mehr zutraut? Sollte nicht allen Star Wars eine Warnung gewesen sein?
Ihr, die hier eintretet, lasset alle Hoffnung fahren … dass dieser Podcast ohne Kalauer und wilde Referenzen auskommt. Bevor es soweit ist, gibt es bei Daniel, Manuel und Christian vier brandheiße und aktuelle Filmtipps: „A Killer Romance“ im Streaming, der neue „Captain America“ im Kino, Tom Tykwers „Das Licht“ auf der Berlinale und „The Gorge“ bei Apple.
Und weil bei der Tower Defense Schluchtverteidigung Horror-Romanze mit Anya Taylor-Joy und Miles Teller die Höllentore offenstehen, schauen wir einmal hinab und hindurch. In der stillen Hoffnung, dass der Höllenschlund nicht zurückblickt. Wir alle sind geprägt vom griechisch-jüdisch-christlichen Prinzip Totenreich, Jenseits und Hölle. Cartoons wie „Die Simpsons“ und „South Park“ spielen mit genau dieser Prägung. „Bill und Ted“, „Hellraiser“ und „Buffy“ greifen dies auf, während „The Good Place“ oder „Black Mirror“ die psychologische Komponente ausspielen. Apropos spielen, schicken Games wie „Doom“ oder „Dante’s Inferno“ ihre Helden ebenfalls durch Höllenzirkel. Doch wie verhält es sich, wenn man über Games oder Manga nach Japan gelangt und kulturfremde Höllenimpressionen mit „SIlent Hill“ oder „Berserk“ bestaunt?